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Hochzeitsreise Oktober-November 2007
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Im Laufe des Jahres wurde
klar, dass wir nun endlich, drei Jahre nach unserer Heirat, Lust auf
eine diesem Anlass gebührende Reise hätten und fassten
Mittel- und Südamerika ins Auge. Wir teilten die fünf Wochen
Urlaub in zwei verschiedene Abschnitte: in den ersten Tagen wollten wir
Costa Rica auf eigene Faust erkunden und in der zweiten Hälfte mit
einer Exploreryacht durch die Karibik gondeln.
Mit dem Mietauto unterwegs
in Costa Rica erwies sich zeitweilig als ziemlich
abenteuerlich, vor allem weil wir nach einer extrem starken Regenzeit
(es soll die heftigste seit 50 Jahren gewesen sein!) dort waren.
Deshalb haben wir unseren Radius auf den zentralen Gürtel des
Landes beschränkt und den ganz nördlichen sowie vor allem den
ganz südlichen Teil (Halbinsel Osa mit dem Corcovado-Reservat)
schweren Herzens "aufgespart" für ein anderes Mal ;-)...
In der Hauptstadt San José (a) hat uns besonders beeindruckt,
wie wenig fremd wir uns dort fühlten, jedenfalls nicht fremder als
irgendwo in Portugal, was für uns mittlerweile ja völlig
normal ist. Sonst hat uns die Stadt, bis auf das prunkvolle,
goldglänzende Interieur des Nationaltheaters, nicht wirklich zu
fesseln vermocht. Deshalb sind wir in die nördlich gelegene Region
der Nebelwälder von Monteverde gefahren (b). Klingt simpel, war
jedoch dank alten und aktuellen kleineren und grossen Erdrutschen auf
die Strasse gar nicht so ohne. Allradantrieb sei Dank - wir haben es
heil und ohne Reifenpanne nach Sta. Helena geschafft. Das gebuchte
Chaletzimmer erwies sich als ein Teil eines heimeligen urchigen Hotels
eines Schweizer Ehepaars, von denen es allein eine Seite lang zu
berichten gäbe... Hier nur soviel: www.swisshotelmiramontes.com.
Unsere Wanderungen und Ausflüge in die nahegelegenen
Nebelwaldreservate waren spektakulär und eindrücklich.
ENDLICH einmal Urwald in Natura erleben mit all den besonderen
Stimmungen und Geräuschen, der umwerfenden Vielfalt an Pflanzen
und Gewächsen, der andauernden Hoffnung auf das Erscheinen eines
exotischen Tieres, dem unvermeidlichen Schwanken mitten auf langen UND
hohen Hängebrücken durch die Kronen uralter Bäume - und:
den heftigsten Regenfällen, die wir je erlebt haben! Sozusagen als
Kompesation war uns eines heiteren Morgens aber auch ein Blick auf den
unverkennbaren Vulkan Arenal vergönnt.!
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Spendensammlung
in San Jose
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Goldengel
im Nationaltheater
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Hängebrücke
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Kapuzineraffe
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Morphus
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Nashornkäfer
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Im
Nebelwald
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Vulkan
Arenal
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Aus der ca. 1500 m ü.M. gelegenen Region gings dann
weiter an die pazifische Küste, wo es heiss, schwül und
"unfreundlich" war (c). Unfreundlich deshalb, weil sich das gebuchte
Hotel in fast jeder Hinsicht als absolute Katastrophe erwies, aus dem
wir unter Androhung einer polizeilichen Verfolgung nach nur einer
Übernachtung "flüchteten" - nota bene unter legalen
Umständen, sodass aus der Androhung schliesslich nichts wurde.
Auch der Rest des Küstenabschnittes, dem wir weiter Richtung
Süden folgten, war nicht einladend genug, um länger am Meer
zu bleiben.
So fuhren wir auf der Panamerica einem ihrer höchsten
Übergänge zwischen Arktis und Antarktis zu, dem Cerro de la
Muerte mit seinen ca. 3200 Metern. Ein weiteres Mal gefiel es uns ganz
besonders gut in den Bergen (!?), wo wir in einer gemütliche Lodge
(d) in einem idyllischen kleinen Tal mit rauschenden Bächen,
Forellenteichen und wunderbarem Regenwald Halt machten, um hier die
Umgebung zu erkunden, in der Hoffnung, den berühmten aber sehr
scheuen Quetzal zu sehen. Mehr als ein Weibchen in der Ferne auf einem
Avocadillo (wilder Avocadobaum) konnten wir aber durch unser Fernglas
beim besten Willen und mit viel Geduld nicht erspähen. Trotzdem
ganz zufrieden und gut gelaunt setzten wir unsere Erkundung fort und
fuhren nun durch endlose Kaffeeplantagen wieder Richtung San
José, nachdem wir entschieden hatten, noch ein paar Tage im
Orosi-Tal zu verweilen (e). Diese Gegend südöstlich der
Hauptstadt zeichnet sich aus durch ausgedehnte Kaffee-, Gemüse-
und Chayotaplantagen, steile, ellenlange Flusstäler, einen Stausee
und - bei gutem Wetter - die Aussicht auf die Vulkane Irazu und
Turrialba. Dem Irazu statteten wir dann auch einen
frühmorgendlichen Besuch ab, kurz bevor dichte Nebelschwaden ihn
und seine Umgebung geheimnisvoll einhüllten. Auch die
Besichtigungen der ältesten Kirchen von Costa Rica liessen wir uns
nicht entgehen: die eine gut besucht, schmuck und schneeweiss als Teil
eines kleinen Klosters im Kolonialstil mitten in Orosí, die
andere nur noch als Ruine in einem Park am Stausee.
Wehmütig, weil uns die Tage in Costa Rica wirklich gut gefallen
hatten und gleichzeitig voller Neugier auf die uns bevorstehende
Schiffsreise machten wir uns auf in Richtung Puerto Limon, der
Hafenstadt an der Karibikküste des Landes (f). Dort sollten wir
"unser" Schiff besteigen können...
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Unterwegs
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Erfrischung
mit Aussicht
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Trogon-Lodge
bei Nacht
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Wie
bitte? Nur noch 3 km?
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Vulkan
Irazu
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Kaffeestrauch
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Mal
fragen, wies der Mutter geht...
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Wohnhaus
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Schon vor der Hafenstadt änderten sich die
Eindrücke wesentlich: wir fuhren erst lange durch Palmenplantagen,
die der Ölgewinnung dienen und später nur noch durch
unendliche scheinende Bananenanbaugebiete mit ihren in blaue
Plastiktüten verpackten Bananenstauden. Die ganze Umgebung wirkte
staubiger und trockener und die ersten Containerparkplätze, auf
denen sich die leeren Bananentransporter in schwindelerregende
Höhnen stapelten, beeindruckten uns schon sehr. Allerdings folgten
den ersten dieser Abstellplätze noch unzählige bis Puerto
Limon und der schwarze Anteil der Bevölkerung nahm merklich zu, je
näher wir der Atlantikküste kamen. Freiwillig wären wir
nicht länger in dieser Stadt geblieben, die alle Attribute einer
Hafen- und Kreuzfahrtsschiff-Stadt aufweist und auf uns auch deshalb
nicht besonders attraktiv wirkte. Nach nur einer Übernachtung,
etlichen Versuchen, mit dem Kapitän unseres Schiffes in Kontakt zu
treten und einer besonders schikanösen Zoll- und
Gepäckkontrolle am Eingang zum Hafen war es dann endlich so weit:
wir durften mit Sack und Pack an Bord des schmucken Schiffes, welches
vor dem Hafen ankerte!
Damit begann der zweite Teil unserer Reise: zwei Wochen mit dem Schiff
in der Karibik der nördlichen Küste Südamerikas
entlang.
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Der erste Eindruck unserer
neuen Bleibe war schlicht umwerfend: eine kleine, ca. 50 Meter lange
Motoryacht der feinsten Güte! Salon mit Bar und Esszimmer sind
geschmackvoll und mit erlesenen Möbeln, Bildern und Materialien
eingerichtet, die sechs Doppelkabinen farblich abgestimmt und bis ins
letzte Detail funktional, aber trotzdem genauso ansprechend gestaltet,
ausser dem komfortabel gross und mit ausreichender Aussicht auf eine
immer wieder wechselnde Kulisse. Auch die Decks sind mit massiven,
bequemen Schiffsmöbeln ausgestattet und sogar der
Brückenraum, zu dem wir jederzeit freien Zugang hatten, wirkt,
obwohl Arbeitsraum von Kapitän und Offizieren, irgendwie
gemütlich.
Empfangen wurden wir von
zwei charmanten Stewardessen auf englisch und deutsch, sofort mit
Champagner und Häppchen bewirtet und schon bald gesellte sich auch
Ewald, der Kapitän, zur Begrüssung zu uns. Er klärte uns
auf, er sei Deutscher mit langjähriger Seemannserfahrung auf ALLEN
Meeren dieser Erde, seine technische Crew und die Stewardessen (die
"Mädchen") seien alle aus der Ukraine, während die ganze
Küchenmannschaft von den Philippinen käme. Alle 16
Besatzungsmitglieder erwiesen sich ausnahmslos als kompetent,
zuvorkommend, hilfsbereit und respektvoll. Oft kam es mit Einzelnen von
ihnen zu munteren Episoden und lustigen Kontakten. Die meisten waren
dabei, nach ihrer theoretischen Ausbildung ein Praktikum auf der Hanse
Explorer zu absolvieren.
Als Mitpassagiere wurden uns ein junges Paar aus Zürich (der Mann
entpuppte sich als alter Freund unseres Neffen Richi!) und ein
gestandenes Ehepaar aus Erlenbach vorgestellt. In dieser Gruppe war
für einmal Peter der "Fremde", während Theresa sich
ausnahmsweise unter ihresgleichen fand! Gegessen wurde gemeinsam an
einer immer gediegen gedeckten und geschmückten Tafel - meist
drinnen, aber auch mal draussen an Deck. Dabei bot sich jeweils
Gelegenheit für den Austausch der neusten Landgangeindrücke,
etwelcher (Lebens-)Geschichten und das Abspulen all des Seemannsgarns,
welches der Kapitän in seinem unvergleichlichen Erzählstil zu
unser aller Erheiterung zum Besten gab.
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Zodiac
mit Bootsmann
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Sicher
ist sicher ...
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Oberdeck
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Der
Kapitän und das "Mädchen"
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Hanse
Explorer
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Im Salon
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Am Strnad
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Kunst am
Buffet
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Nachdem alle glücklich an Bord versammelt waren,
erklang ein ohrenbetäubendes Rumpeln und Rasseln - "wir" lichteten
zum ersten Mal den Anker! Über Nacht fuhren wir von der
costaricanischen Küste weg nach Panama, in die Region von Bocas
del Toro, wo wir morgens in der Nähe der Insel El Colón
ankerten und mit dem Zodiac (Schlauchbeiboot) zum Hauptort der Insel
gebracht wurden. Grosse und kleine bunte Holzhäuser im
Kolonialstil mit auf Pfählen über dem Wasser ruhenden
Terrassen und dahinter eine erstaunlich breite Hauptstrasse mit
Geschäften, Ständen, Restaurants, Sodas und Bars erwarteten
uns. Nach einem anschaulichen Rundgang wurden wir von unserem Bootsmann
auf die Nachbarinsel gebracht zum Baden, was sich als geradezu
unangenehm erwies. Wir litten bereits unter drückender Hitze und
das Wasser war mehr als körperwarm, ein Bad hatte also keine
erfrischende, geschweige denn abkühlende Wirkung, sodass wir uns
darauf freuten, auf "unser" Schiff zurückzukehren mit seinen
angenehm klimatisierten Räumen(!), einer wohltuenden Dusche, den
Häppchen zum Zvieri und einem kühlen Bier...
So oder ähnlich verliefen die folgenden Tage, während wir der
panamesischen Küste entlang schipperten, in der Mündung des
Panamakanals (mit Ausflug zum Kolonialstädtchen Portobelo in
Feststimmung) und auf den traumhaft schönen San Blas-Inseln Halt
machten. Die Überfahrt nach Kolumbien dauert etwas länger,
aber noch am Ankunftstag hatten wir Gelegenheit, uns die
andalusisch-maurisch anmutende Altstadt von Cartagena anzuschauen, die
sich nebst Wolkenkratzern und Skyline erstaunlich gut erhalten konnte.
Ausnahmsweise blieben wir auch am Folgetag im Hafen, was uns die
Gelegenheit gab, den Tag an Land zu verbringen, um die Reize dieser
herrlichen Altstadt auszukosten. Dabei liessen uns aber die leicht
schaukelnden Bewegungen unserer Umgebung nie unser Fortbewegungsmittel
vergessen... In Cartagena schlich sich ein Wermutstropfen in unsere
Landgänge ein und sollte uns auf dem Rest der Reise begleiten: wir
befanden uns "in Gesellschaft" von ein paar riesigen Kreuzfahrtschiffen
mit z.T. über 3000 Touristen an Bord, die jeweils in denselben
Orten und Städten "ausgeleert" wurden, wo auch wir weilten.
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Bocas del
Toro
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Einfahrt
zum Panamakanal
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Hafen von
Colon-Cristobal
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ÖV
nach Portobelo
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Festtagskind
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Festtagsschmaus
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San Blas
Insel (eine von zig)
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Bootsverkauf
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Abkühlung
tut Not
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Faulenzen
unter Palmen
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Skyline
von Cartagena
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Die Crown
Princess ist leider auch da
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Als Nächstes legten wir in Santa Marta an, der
ältesten Stadt Südamerikas, im Norden von Kolumbien. Hier
hatte ein Mitpassagier für uns einen Tagesausflug organisiert, der
uns in den Regenwald eines Naturreservats und zu drei laut Führer
ausserordentlich schönen Stränden führen sollte. Die
Wanderung durch den Wald wäre eine willkommenen Abwechslung zu den
letzten Tagen mit Strand oder Stadt gewesen, hätten wir nicht fast
im Laufschritt unserem Führer hinterher "rennen" müssen und
hätten wir nicht in der drückenden Hitze unsäglich
geschwitzt und fast schlapp gemacht. Die Strände erwiesen sich
für unseren Geschmack auch nur bedingt aussergewöhnlich, der
versprochene frische Fisch zum Mittagessen als mässig und auch das
Baden stellte keine besondere Attraktion dar. Beim Rückweg wurde
das Marschtempo noch gesteigert, weil aufkommender Regen drohte, wir
jedoch ohne Regenschutz unterwegs waren. Trotzdem wir uns total
verausgabten, schafften wir es nicht, vor dem Gewitter bei unserm Bus
zurück zu sein. Innert weniger Minuten waren wir bis auf die Haut
durchnässt, sodass uns fortan nicht nur der Schweiss in die Augen
tropfte. Der Weg verwandelte sich flugs in eine Lehm-/Sumpflandschaft
und wir kamen nur noch langsam voran. Endlich erblickten wir den
Parkplatz und atmeten auf. Triefend und mit Lehm beschmiert kehrten wir
auf dem schnellsten Weg auf unsere Luxusjacht zurück, wo wir uns
beim Apéro zusehends erholten und wo fleissige
Philippinohände in kürzester Zeit alle sichtbaren Spuren
dieses Abenteuers beseitigten. Am nächsten Tag waren wir
jedenfalls bereits wieder in der Lage, uns auch Santa Marta anzuschauen
und in einer benachbarten Bucht einen der berühmten, leckeren
Fruchtsäfte zu trinken. Dorthin durften wir allerdings erst
fahren, nach dem Taucher unseren Schiffsrumpf nach Drogenpaketen
abgesucht hatten, die dort ohne unser Wissen angeschweisst und in einem
der nächsten Zielländer klammheimlich wieder hätten
entfernt werden können - am Kartell vorbei transportiert...
Nun stand uns der längste Abschnitt der Seereise bevor: 27 Stunden
Überfahrt nach Aruba, der ersten der niederländischen
ABC-Inseln (kleine Antillen vor der Küste Venezuelas). Die Nacht
verlief wie gewohnt ruhig, der folgende Tag erwies sich jedoch als
ausgesprochen stürmisch mit entsprechend rauher See und Regen.
Theresa verbrachte ihn trotz Pillen und Akupressur-Armbändchen
vorwiegend seekrank im Liegen, während Peter unbeirrt seine
Schiffsrundgänge fortsetzte und uns auf Delfine, fliegende Fische
und angelnde Fregattvögel aufmerksam machte.
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Schon
ziemlich schlapp...
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Angelhakensortiment
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Drogentaucher
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Reisebegleiter
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Erst spät abends legten wir im Hafen von Aruba an,
sodass wir unseren Landgang für die Besichtigung der Insel und der
Hauptstadt mit ihren unzähligen Casinos auf den nächsten Tag
verlegten. Tausende von Kreuzfahrt-Touristen und eine
unübersehbare Veramerikanisierung in Anlehnung an Las Vegas
liessen uns jedoch ganz schnell wieder Zuflucht auf unserm Schiff
suchen. Nachts ging es dann weiter Richtung Curaçao, der
grössten der drei Inseln. Hier liefen wir morgens bei strahlendem
Wetter durch einen Kanal in Willemstad ein, gesäumt von echt
holländischen Häusern und an einer Drehbrücke vorbei,
die eigens für uns "aufgefahren" wurde. Auch hier hatten wir den
ganzen Tag inkl. Nachtessen zur freien Verfügung, um uns sowohl in
der Stadt als auch auf der Insel umzusehen. Dabei schlug uns sehr viel
mehr Holländisches entgegen als auf Aruba, gemischt mit typisch
Karibischem, was den ganz besonderen Charme dieser Insel ausmacht. Und
dann, ein Tag später, Bonaire: klein, überschaubar,
eigenständig, sehr holländisch, freundlich und mit
unbeschreiblich schönen Korallenriffen, die uns zu echten
Schnorchelfans gemacht haben! Bei knapp körperwarmer
Wassertemperatur lagen wir stundenlang im Wasser und konnten uns kaum
satt sehen an dieser einmaligen Unterwasserwelt aus exotischer Flora
und Fauna. Zum Glück hatten wir noch drei verbleibende Tage und
niemand der Passagiere wollte unbedingt schnell zum Festland
zurück, sodass wir sie als unvergesslichen, krönenden
Abschluss auf Bonaire verbringen konnten. Auf ein Farewell-Dinner mit
Austausch von Visitenkarten und einem besonders elegant servierten
Dessert durch die Küchenmannschaft folgte die letzte
nächtliche Überfahrt von Bonaire nach La Guaira (Venezuela),
dem Hafen von Carácas - schaukelnd, stampfend und hüpfend
durch eine aufgebrachte See. Nach sich endlos hinauszögernden,
unverständlich komplizierten Einreiseformalitäten durften
(oder mussten?!) wir schliesslich von Bord - der Abschied fiel uns
Allen sichtlich schwer!
Nach zwei Tagen Carácas (wichtigste Eindrücke: gigantisch
grosse, chice Einkaufszentren an jeder Ecke, rund ums
Wolkenkratzer-Zentrum Hügelketten, dichtest überzogen mit
ärmlich-einfachen, ebenerdigen bunten Hütten aus Holz und
Wellblech und dazwischen Abfallgruben in den Taleinschnitten,
allgegenwärtige Propaganda für Chavez und seine
Verfassungsreform, englisch als Sprache fast inexistent, eine
effiziente U-Bahn, die einen olfaktorisch nicht beleidigt, angenehme
Temperaturen) und einer mehr als gründlichen Ausreisekontrolle am
Flughafen, gelangten wir mit einigen Zwischenhalten, jedoch problemlos
zurück nach Graciosa.
Wir hatten uns so sehr auf
unsere Quinta und die Katzen gefreut und fanden ALLES in bester Ordnung
vor, dank dem umsichtigen Hütedienst unseres Freundes Fritz und
unseres Nachbars Manuel - DANKE!!
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Willemstad
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Pelikan
auf Curacao
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Schnorcheln
vor Bonaire
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Akrobatischer
Papageienfisch
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Es ist
gedeckt ...
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Der
Chefkoch und das andere "Mädchen"
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Farewelldinner
im Speisesaal
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Caracas -
Hotelaussicht
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